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E i s h o c k e y - H i s t o r i e

 

Hinsichtlich der Vereinsgründung darf auf die Chronik des TSV Bernau 1921 e.V. verwiesen werden.

 

Die ersten Anfänge des Wintersports in Bernau lassen sich zwischen 1905 und 1910 zurückführen. Es wurde vor allem Schi gefahren; Langlauf und Alpin – mit Skiern vom Wagnermeister Grünwald oder Ablinger -; aber auch der zugefrorene Chiemsee oder Förchensee zog sportbegeisterte Bernauer in seinen Bann. Es waren die „Seehackler“, wo die Schlittschuhkufen noch auf die Winterstiefel aufgeschraubt wurden.

Sie waren auch dabei, als der Turnverein (TV) Bernau am  16. Januar 1924  gegründet wurde. Ihnen war eine Sportausübung nur im Sommer allerdings zu wenig; sie wollten auch in der kalten Jahreszeit unbedingt ihren geliebten Wintersport ausüben. Und so gründeten die Initiatoren Dr. Walter Deinlein, Donat Fischer, die Brüder Hans, Wast, Sepp und Rudi Obermeier sowie Schorsch Stephan innerhalb des TV Bernau kurzum eine Wintersportab- teilung, in der auch eine Eishockeymannschaft zusammengestellt wurde. Das erste Spiel fand am 1. Januar 1933 ( ! ) auf dem Förchensee statt. Der damalige Gegner: Rosenheim.

                            

 

 Und nach nur kurzer Zeit harten Trainings und vielen Freundschaftspielen kämpfte man bereits 1933 auf dem Frillensee in Inzell um Meisterschaftsehren – u.a. auch gegen Berchtsgaden und Bad Reichenhall.                

                   

Danach dauerte es gut vierzig Jahre, ehe sich aus einem wilden Haufen eishockeybegeisteter „Seehackler“ wieder eine richtige Mannschaft formierte.

Zusammen mit gleichgesinnten Hobbyspielern aus dem ganzen Chiemgau fand man in der Ruhpoldinger Eishalle eine wetterunabhängige sportliche Heimat.

Bedingt durch die regelmäßige Trainingsmöglichkeit wurde bald eine Spielstärke erreicht, die ermutigte, erste Freundschaftsspiele gegen andere Hobbymannschaften auszutragen.

Da diese meist gewonnen werden konnten, wurde 1987 der Entschluß gefasst, in der Rosenheimer Jofa-Titan-Liga, europaweit die größte Hobbyliga, mitzuspielen.

Damit waren allerdings auch Dinge verbunden, über die man sich bisher keine Gedanken gemacht hatte, wie zum Beispiel die Finanzierung von Dressen oder eine Unfallversicherung.

Schon bald war klar, dass ein Spielbetrieb nur als gemeinnütziger Verein möglich sein konnte und da war es natürlich naheliegend sich dem TSV Bernau anzuchließen.

Nachdem von den Verantwortlichen des TSV Bernau unsere Beitrittsabsicht sehr positiv aufgenommen wurde, fand am 29. November 1987 im ehem. Sportheim an der Widholzer- straße die Gründungsversammlung der Eishockeyabteilung statt.

Im ersten Jahr des Spielbetriebes musste erst einmal Lehrgeld bezahlt werden. Aufgrund der Ergebnisse in Freundschaftsspielen gegen Mannschaften aus Rosenheim konnten wir sofort in der höchsten von drei Spielklassen antreten. Doch es musste im wahrsten Sinne des Wortes die schmerzliche Erfahrung gemacht werden, dass besonders im Eishockey der Unterschied zwischen Freundschaft und Ernst sehr groß sein kann.

So musste leider der Abstieg in die A-Klasse angetreten werden.

Es gelang jedoch der sofortige Wiederaufstieg und mit zweiten und dritten Plätzen konnte man sich unter den Spitzenteams der Rosenheimer Hobbyliga etablieren.

Zwischenzeitlich ist jedoch auch im heimischen Chiemgau ein wahres Eishockeyfieber ausgebrochen, so dass sich auch hier mehrere Freizeitmannschaften gebildet hatten. Dadurch war es möglich, auch in dieser Region ein Freizeitliga zu gründen; die Bernauer wechselten zur Saison 1991 / 1992 von Rosenheim in die neue Chiemgau-Liga, wo sie bereits einmal die Meisterschaft gewinnen konnten.

 

Parallel zu den Ligaspielen richtet die Eishockeymannschaft seit 1990 jedes Jahr das sog. „Chiemgauturnier“ in Ruhpolding aus, bei dem Teams aus ganz Deutschland, aber auch aus Italien, Österreich und der Schweiz sehr gutes Eishockey zeigen – bei dem nur eines fehlt: die Zuschauerkulisse vom ersten Bernauer Eishockeyspiel am Neujahrstag 1933.

 

 

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